
Masaa – das sind vier Musiker, die den Abend feiern: den Moment, in dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen und einander wirklich begegnen. So lässt sich auch der libanesische Bandname übersetzen. In der Musik des international gefeierten Jazz-Quartetts spiegelt sich eine tiefe Haltung – geprägt von Nähe, Neugier, und dem Wunsch nach Verbindung. Die Intensität, die das Ensemble in seiner Musik erschafft, ist so greifbar und umfassend, dass man durch ihre Berührung wieder glauben mag, Musik kann die Welt bewegen!
Im Zentrum steht der Sänger, Dichter und Komponist Rabih Lahoud, dessen eindringliche Stimme und poetische Texte in arabischer und französischer Sprache das emotionale Gravitationsfeld der Band bilden. Masaa versteht Musik als kollektiven Prozess: Kompositionen entstehen aus Skizzen, Improvisation und intensivem Dialog – die Stücke bleiben offen, wandelbar und lebendig. Masaa schafft Klangräume, in denen Musik zu einem Ort der Begegnung, der Verwandlung und des tiefen Zuhörens wird.
PROGRAMM
Bei der TransTraditionale stellt Masaa erstmalig die Musik seines 2026 erscheinenden neuen Albums vor. In diesem feiert das Quartett die menschliche Verbindung in Bewegung, Trance und gemeinsamen Gesängen. Wie Vagabunden sind die vier Musiker in den letzten Jahren unterwegs gewesen und haben unzählige Länder wie den Libanon, Jordanien, Israel, Äthiopien, China, Ruanda, Mosambik, Ägypten, Tunesien, Aserbaidschan, Indien, Pakistan, Mexiko, Kolumbien und Taiwan bereist. Dort begegneten sie Menschen, lauschten ihren Geschichten und Erfahrungen und erschufen daraus neue Lieder, Rhythmen und Hymnen.
BESETZUNG
- Rabih Lahoud • Gesang
- Marcus Rust • Trompete & Flügelhorn
- Reentko Dirks • Doubleneck-Gitarre
- Demian Kappenstein • Schlagzeug & Perkussion
MASAA
Seit 2012 entwickeln die vier Musiker der Band Masaa eine eigenständige musikalische Sprache zwischen zeitgenössischem Jazz und arabischsprachiger Lyrik. Die Verbindung von Stimme, Trompete, Gitarre und Schlagzeug schafft dabei einen Ensembleklang von großer Nähe, Wärme und dynamischer Bandbreite. Masaa veröffentlichte u.a. die Alben Freedom Dance (2012), Afkar (2014), Outspoken (2017), Irade (2020) und Beit (2023), und wurde mit dem Deutschen Jazzpreis, dem Bremer Jazzpreis sowie dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Die Band ist international tätig und gastierte bei Festivals wie dem Salam Orient Festival in Wien oder dem Jazzfest Baku sowie auf Tourneen in Europa, Afrika und dem Libanon. Neben der Arbeit als Quartett realisiert Masaa größere Projekte, etwa in Zusammenarbeit mit der Jenaer Philharmonie. Mit seinen preisgekrönten Alben und internationalen Konzerttätigkeiten hat sich Masaa als eine der markanten Stimmen einer globalen Gegenwartsmusik etabliert.