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Tag 1
24.4.
Studio
17:30
Studio 1
LI-CHIN LI &
Festival-Kollektiv

Die Studio-Konzerte der TransTraditionale sind Laborräume für neue musikalische Begegnungen. Sie stellen die Magie und Poesie der improvisierten Musik in den Mittelpunkt: Sie verschwindet in dem Moment, in dem sie entsteht. Musiker:innen, die sonst in ganz unterschiedlichen Ensembles und Kontexten arbeiten, kommen hier erstmals und einmalig zusammen. 60 Minuten erklingt Musik, die noch nicht feststeht: mit kollektivem Dirigat, grafischen Partituren, Text Scores und offenen musikalischen Versuchsanordnungen. Das Publikum ist Teil dieses Prozesses – als konzentrierte Zuhörer:innen und Gesprächspartner:innen auf Augenhöhe. Was hier geschieht, ist nicht reproduzierbar. Jede Konstellation, jede Entscheidung, jeder Klang existiert nur im Jetzt.

Im ersten Studio erkundet die Sheng-Virtuosin Li-chin Li mit einem einmaligen Line-up die Grenzbereiche zwischen Improvisationen, kollektiver Komposition, Raum und Körper.

Ein Raum für Risiko, Nähe und das gemeinsame Finden von Musik – mit ungewissem Ausgang!

Kollektiv

  • Li-chin Li • Sheng
  • Mona Matbou Riahi • Klarinette
  • Bassem Hawar • Djoze
  • Maria Reich • Violine
  • Cymin Samawatie • Klavier
  • Jakob Nierenz • Cello
  • Ralf Schwarz • Kontrabass

Li-chin li

Li-chin Li ist eine taiwanische Sheng-Solistin, Komponistin, Improvisatorin und interdisziplinäre Performerin mit einem beruflichen Schwerpunkt in Taiwan, Europa und den Vereinigten Staaten. Sie absolvierte ihr Studium am Department für chinesische Musik der Nationalen Universität der Künste in Tainan und wurde sowohl in klassischer als auch in chinesischer Musiktradition ausgebildet. Li war früh als Sheng-Musikerin im Hong Kong Chinese Orchestra tätig. In den letzten Jahren ist sie verstärkt als Solistin aktiv und arbeitete mit Dirigenten wie Shao-Chia Lü, Tung-Chieh Chuang und Shu-Han Yang sowie mit Ensembles wie dem Taipei Chinese Orchestra, Ensemble Cairn, LINEA, dem Lapland Chamber Orchestra und dem Trickster Orchestra zusammen. Sie nahm an zahlreichen Residenzen und Förderprogrammen im Bereich der experimentellen und zeitgenössischen Künste teil, darunter bei der Fondation Royaumont, am IRCAM im Centre Pompidou, an der Cité Internationale des Arts in Paris, am französischen Nationalen Zentrum für Tanz, bei EMS in Schweden, beim Asian Cultural Council in New York sowie am Avaloch Farm Music Institute. Seit 2019 ist sie Teil des langfristigen internationalen Forschungsprojekts sheng! l’orgue à bouche (2019–26), das von Tout Pour la Musique Contemporaine (TPMC) geleitet wird. Zudem ist sie als kollaborierende Musikerin am kunst- und wissenschaftsorientierten IRCAM-Projekt SoMax2 beteiligt und erforscht die klanglichen Möglichkeiten der Sheng im zeitgenössischen Kontext.

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