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Day 2
25.4.
Orbits
21:15
Saal
CANSU TANRIKULU
NIK DUNSTON
TOBIAS DELIUS

Cansu Tanrıkulu, Nick Dunston & Tobias Delius bilden ein Trio, das Improvisation, Komposition und elektroakustische Klanggestaltung zu einer einzigartigen, transkulturellen Musiksprache verschränkt. Die Musiker:innen vereinen unterschiedliche Generationen, Perspektiven und klangliche Welten: von Tanrıkulus elastischer, stilistisch weit gefächerter Stimme und ihrem Spiel mit Synthesizern, Gitarre und Elektronik über Dunstons Erforschung von afro-surrealistischen Klangräumen, Dekolonisierung und medienverändernden Kompositionstechniken bis hin zu Delius’ meisterhaftem Tenorsaxophon- und Klarinettenspiel, das von europäischer und internationaler Improvisationstradition geprägt ist.

Cansu Tanrıkulu (geb. 1991, Ankara) ist eine international gefragte Sängerin, Multiinstrumentalistin, Komponistin und Improvisatorin, die in Berlin lebt. Mit ihren Projekten – darunter das Trio mit Tobias Delius und Greg Cohen, PILED UP, Melez und Pep Talk – erobert sie Bühnen in Europa und den USA. Tanrıkulu arbeitet an musikalischen Konzepten, die zunächst schwer vorstellbar scheinen, und verwebt dabei Text, Improvisation und elektronische Elemente zu einer eigenen Klangsprache. Sie ist Preisträgerin des Jazz-Preises der Karl Hofer Gesellschaft (2019) sowie des Elsa-Neumann-Stipendiums der UdK Berlin (2021) und wird regelmäßig von internationalen Institutionen und Residenzen gefördert.

Nick Dunston ist Komponist, Improvisator und Soundartist mit Wohnsitz in Berlin und New York. Seine Arbeit reicht von elektroakustischer Improvisation über transmediale Songzyklen bis zu experimentellen Ensemblestücken und bewegt sich an der Schnittstelle von Materialität, kollektiver Erinnerung und performativer Dekolonisierung. Dunston kooperierte mit Künstler:innen wie Marc Ribot, Vijay Iyer, Mary Halvorson und dem JACK Quartet und wurde mit dem Van Lier Fellowship (2019), sowie für seine jüngsten Arbeiten für das SWR Jazzpreis-Kollektiv (2024) ausgezeichnet.

Tobias Delius (geb. 1964, Oxford) ist ein in Berlin lebender britischer Jazzmusiker (Tenorsaxophon, Klarinette), der seit Jahrzehnten in der europäischen Improvisationsszene wirkt. Sein Spiel zeichnet sich durch erdigen Ton, stilistische Offenheit und die Fähigkeit aus, Mitspielenden Raum zu geben. Delius erhielt 2004 den Boy-Edgar-Preis und 2025 den Jazzpreis Berlin, zusätzlich wurde er 2023 mit dem Instant Award für sein Duo mit Tristan Honsinger und Christian Lillinger geehrt.

Das Trio Tanrıkulu – Dunston – Delius arbeitet in einem flexiblen Dialog von Komposition und spontaner Improvisation. Ihre Musik verknüpft unterschiedliche klangliche Traditionen, experimentelle Texturen und elektroakustische Verfahren zu einer offenen, lebendigen Performancepraxis.

http://www.aysecansutanrikulu.com

http://www.nickdunston.info/

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